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Was gibt es Neues?

Okt 20, 2019 in Tshepanang

Was gibt es Neues?

Nach einer längeren Pause ist es Zeit für ein Schlaglicht aus Tsibogang: Der Winter ist vorbei ,und die Schulen haben das letzte Quartal des Schuljahres begonnen. Wir fragen uns: Wo ist das Jahr geblieben? Die Kinder der 9 Programme für Hausaufgaben-Hilfe bereiten sich auf ihre Abschlussprüfungen vor. In der Woche, in der die Frühlingsferien begannen, schrieben alle, die mindestens zehn Jahre alt waren, einen HIV-Test. Mehr als 70 Prozent haben ihn bestanden: Das ist das beste Ergebnis bisher! Neulich erzählte mir eine unserer Helferinnen in einem After-School-Programm, dass ein Mädchen nach einer der HIV-Stunden zu ihr gekommen sei und darum gebeten habe, nicht mehr an den HIV Stunden teilnehmen zu müssen. Als sie sie fragte, warum, sagte das Mädchen: „Meine Mutter ist HIV-positiv und es geht ihr nicht gut. Ich habe Angst, dass sie bald sterben könnte. “ Die Freiwillige konnte dem Mädchen erklären, was sie tun kann, ihre Mutter zu unterstützen bei der regelmäßigen Einnahme der lebenserhaltenden Medikamenten. In unseren beiden Kindergärten schreiben die Kinder gerne ihre Namen. Wir haben einen großen Fortschritt bei der Verwendung des Montessori-Materials festgestellt. Unsere Kleinkinder sind nicht mehr aufzuhalten, das Material zu testen. Ausgießen von Wasser, Ausdrücken von Wasser aus einem Schwamm, Gießen von Wasser mit einen Trichter, mit diesen Materialien arbeiten sie liebsten. Es ist so interessant, sie zu beobachten, wenn sie die älteren Kinder kopieren. Die Tshepanang-Gruppe hatte ihren jährlich stattfindenden Workshop in der Nähe von Zeerust, wo sich die 48 Teilnehmer auf das kommende Jahr vorbereiteten. Unterrichtseinheiten über die Vorteile eines frühen HIV Tests, über Vergebung und Gnade sowie über andere Werte wurden einer gründlichen Revision unterzogen. Vor zwanzig Jahren haben wir begonnen, diese Workshops zur Charakter-Bildung junger Menschen durchzuführen. Haben diese zwanzig Jahre irgendeinen nennenswerten Einfluss gehabt auf die Teilnehmenden? Wir beten und hoffen, dass es auch in Zukunft Auswirkungen haben wird. Der Höhepunkt des Workshops war die Feier eines Tshepanang-Mitglieds (Kelebogile Modise), die einen Abschluss an der UNISA gemacht hat und sich nun für einen Bachelor einschreiben möchte. Das sind wirklich gute Neuigkeiten und motivierend, dass sich alle Kämpfe ausgezahlt haben. 20 Tlamelang-Mitglieder hatten kürzlich einen Stillen Tag mit dem Thema: „Welcher Art von Lauf ist mir aufgetragen, was hilft mir weiterzulaufen?“ (Hebräer 12,1-3) Wir verbrachten den Tag in einem schönen Retreatzentrum in Zeerust, wo die Stille uns half, uns Gott neu anzuvertrauen und uns auf unseren Weg mit ihm zu konzentrieren. Christel Lorato...

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Home Based Care Workshop

Jul 6, 2019 in Tlamelang

Home Based Care Workshop

Der diesjährige Workshop wurde Ende Juni in einem schönen und einladenden Zentrum abgehalten, das den Namen Thaga Moso hat und in der Nähe der Stadt Zeerust gelegen ist. Es war ein fünftägiger Workshop, zu dem Tlamelang-Mitglieder aus verschiedenen Regionalgruppen zusammenkamen, um sich über die Herausforderungen auszutauschen, denen sie begegnen, wenn sie sich um ihre Patienten und die gefährdeten Kinder mit Liebe und Fürsorge kümmern. Dies war der erste Workshop vom Tlamelang, in dem das Konzept des gegenseitigen Unterrichtens eingeführt wurde. Damit sollte das Wissen und die Lehrfähigkeit der Home Care Givers verbessert werden, wenn sie sich in den After School Zenten um die vernachlässigten Kinder kümmern. Gegenseitiges Unterrichten bedeutete, dass acht Teams gebildet wurden. Zu jedem Team gehörten drei bis vier Teilnehmer. Diese Teams präsentierten sich dann gegenseitig bestimmte Lektionen, wobei darauf geachtet wurde, dass jeder Teilnehmer einen Teil der Stunde übernahm. Jeder Tag begann mit gemeinsamem Singen und einem Austausch über Bibeltexte. Danach folgte dann das gegenseitige Unterrichten der Stunden über HIV-Prävention in Gruppen. Nach der Stunde gaben die Mentoren und die zuhörende Gruppe der unterrichtenden Gruppe Feedback, wie ihre Stunde ankam, was gut war und was noch verbessert werden könnte. Es gab viel Spaß und Gelächter bei diesen Präsentationen und dieses System hat zu einer hervorragenden Beteiligung aller Home Care Giver und der Mentoren geführt. Es gab Stunden über Tuberkulose, HIV und AIDS, Unterstützung bei der regelmäßigen Medikamenteneinnahme, Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom),Rechte von Kindern und Umgang mit Krisen und traumatischen Erfahrungen. Bei der letztgenannten Einheit gaben die Teilnehmer einander Anteil, wie sie mit schweren und schmerzhaften Erfahrungen umgehen konnten, die leicht einen zerstörerischen Einfluss auf ihr Leben hätten nehmen können. Die Teilnehmer waren selbst für die Vorbereitung von Frühstück, Tee, Mittag- und Abendessen zuständig. Jede(r) war mal and der Reihe. Das war besonders morgens, wo es noch sehr kalt war, eine Herausforderung, aber es stärkte den Zusammenhalt der Gruppe und führte zu gegenseitiger Wertschätzung. So war dieser Workshop insgesamt sehr fruchtbar und öffnete manchem die Augen. Auch diejenigen, die zum ersten Mal teilnahmen, merkten, dass ihre Teilnahme wichtig war, und sie verstanden besser, was für uns als Gruppe wichtig ist. Es ist so wichtig für uns, dass wir bereit sind, jeden Tag etwas Neues zu lernen, um dann das, was wir gelernt haben, draußen in der Welt an diejenigen weiterzugeben, für die es schwer ist, diese Informationen zu bekommen. Kelebogile...

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Ein hoffnungsvoller Tag

Jun 2, 2019 in Amogelang, Godisang, Tlamelang, Tshepanang

Ein hoffnungsvoller Tag

Am 25.05. 2019 wurde in Pretoria Cyril Ramaphosa für eine neue Amtsperiode von fünf Jahren als Präsident von Südafrika vereidigt. An seine neue Regierung knüpft sich bei vielen die Hoffnung, dass es nun ein weniger korruptes und effizienteres Kabinett geben wird, das die Wirtschaft des Landes wieder in Gang bringt und die hohe Arbeitslosigkeit vor allem unter der Jugend reduziert. An diesem hoffnungsvollen Tag fand auch die Jahreshauptversammlung von Tsibogang Christian Action Group im St. Joseph’s Retreat Center in Mahikeng statt, zu der 85 Mitglieder zusammenkamen. Die drei Aktionsgruppen trugen ihre Reports vom vergangenen Finanzjahr vor, das bei uns im Einklang mit dem der Regierung von 1. April bis 31.März geht und stellten ihren Jahresplan für das neue Finanzjahr vor. Der neu gewählten Chairperson von Tshepanang, Tebogo Kgori, berichtete, dass im letzten Jahr 48 Peer Educators an 29 Schulen die altersspezifischen Tshepanang-Curricula unterrichten konnten und dabei 5946 Schüler erreichten. Seit Januar 2019 unterrichten nun 45 Peer Educators an 26 Schulen, wobei die meisten die neuen Lektionen unterrichten, die sie beim Workshop im Oktober letzten Jahres kennenlernten. Sie erreichen insgesamt 5098 Schüler. Der langjährige Chairperson von Tlamelang, Stephen Modisane, berichtete, dass im letzten Jahr 35 Home Care Givers in acht Regionen insgesamt 363 chronisch kranke Patienten durch Hausbesuche begleiteten. Es wurden 83 Veranstaltungen gegen Stigma und Diskriminierung von Menschen, die mit HIV leben oder an Tuberkulose erkrankt sind, in Stadtteilen von Mahikeng und in Dörfern unseres Distrikts abgehalten. Insgesamt haben 2844 Menschen an diesen Veranstaltungen teilgenommen. In unseren beiden Kindergärten wurden insgesamt 84 Waisenkinder und vernachlässigte Kinder nach den Montessori-Prinzipien erzogen und in unseren After-School-Zentren erhielten insgesamt 493 Waisenkinder und vernachlässigte Kinder Hausaufgabenhilfe, Nachhilfeunterricht und eine Vielzahl von Life Skill Lessons sowie eine warme Mahlzeit pro Tag. Die langjährige Chair Lady vom Amogelang, Itsholeng Loving, berichtete, dass im letzten Jahr neben der Weiterführung der Amogelang (d.h. Nehmt an!) Selbsthilfegruppe für Menschen, die mit HIV leben, in unserem Zentrum und der Selbsthilfegruppe für Kinder, die mit HIV leben (A Re Tshamekeng Bana mit 40 Mitgliedern) zwei neue Selbsthilfegruppen für Menschen, die mit HIV leben, etabliert werden konnten: Kgolagano (d.h. Zusammenhalt) in Mahikeng und Amazing Women in Welbedacht. Außerdem wurden drei sogenannte Soul Buddy Groups für Kinder gegründete, in denen Kinder für Themen, die mit HIV zu tun haben, sensibilisiert werden. Bei seiner Erklärung des Finanzreports hob Dr. Wolfgang Hermann hervor, das die Ausgaben um mehr als 750,000 Rand (46.875 Euro) höher lagen als die Einnahmen und unsere Rücklagen dementsprechend zusammengeschmolzen sind. Das hing damit zusammen, dass wir im letzten Finanzjahr drei unserer größten Geberorganisationen (South African Catholic Bishop’s Conference, Soul City und Else Kroener Fresenius Stiftung) verloren haben, weil sie ihrerseits ihre größten Geldgeber verloren. Das Budget, das von der Jahreshauptversammlung für das neue Finanzjahr beschlossen wurde, ist mit 3.5 Millionen Rand (218.750 Euro) niedriger als in den Vorjahren. Außer den Veranstaltungen gegen Stigma und Diskriminierung und den Hausbesuchen bei Waisenkindern versuchen wir unsere Projekte im Wesentlichen weiterzuführen. Wir hoffen, das After School Projekt weiter auszubauen, wenn es gelingt, dafür Spenden von der Bingo Umweltstiftung und anderen Spendern zu erhalten. Wolfgang...

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Was tut sich in Tsibogang?

Apr 5, 2019 in Amogelang, Tshepanang

Was tut sich in Tsibogang?

Seit Januar tun wir uns schwer weiterzumachen: Es ist sehr schwierig, eine NGO mit über 120 Mitgliedern zu führen, die von ihren Aufwandsentschädigungen abhängig sind – und das in einer Zeit, in der der Benzinpreis von Monat zu Monat steigt, der Strom und die Lebensmittel immer mehr kosten. Unser Finanzteam hatte zusammen mit dem Koordinator schlaflose Nächte. Im März bekamen wir die schlechte Nachricht, dass Soul City, eine Partner-NGO, die viele unserer Initiativen unterstützte und durch die wir sogar Selbtshilfegruppen in weit entfernten Dörfern ausbauen konnten, dass der Globale Fonds seine Unterstützung zurückzieht. Das hat selbst für uns viele Konsequenzen. Trotzdem ist die Arbeit des Jahres gut angelaufen. In unseren beiden Kindergärten haben wir 80 Kinder, viele Kleinkinder, die unser Können herausfordern. Laut Maria Montessori ist der beste Tag der Tag, an dem Kinder alleine arbeiten und sie nicht einmal auf ihre Erzieherinnen aufmerksam werden, so als wären sie nicht da. Ich sah einen Jungen, der mit den gelben Zylindern arbeitete. Er war so fasziniert, dass er sieben Mal mit ihnen einen Turm baute. Die Geräuschkulisse und die Ablenkung der anderen um ihn herum hinderten ihn nicht daran, weiterzumachen. Bis zum Freitag waren alle damit beschäftigt, den neuen Kindern zu helfen, sich einzuleben. Am 15.3. begannen die Ferien nach dem ersten Quartal an den öffentlichen Schulen einschließlich unserer Kindergärten (und Hausaufgabenprogramme) . Im Januar nach den großen Sommerferien konnten wir vier neue Hausaufgaben-Zentren eröffnen. Rund 300 Kinder der 2. Klasse bis zur 7. Klasse besuchen dieses Programm regelmäßig von Montag bis Donnerstag. Mitte Februar und in der zweiten Märzwoche schrieben alle Kinder der 2.-7. Klasse einen Mathe-Test und einen HIV-Test. Wir haben diese Tests eingeführt, um herauszufinden, wo die Kinder Hilfe brauchen und wo Interventionen erforderlich sind. Es war ziemlich schockierend, die Ergebnisse zu sehen. Von der 1. bis 5. Klasse liegen die größten Probleme bei den grundlegenden Lese- und Schreibkennntnissen und im Rechnen, so dass sie die Fragen, die in den Tests gestellt werden, nicht lesen und verstehen können. Gegen Ende des Schuljahres wird ein weiterer Test geschrieben, um zu sehen, ob es Verbesserungen gibt. Das Peer-Education-Programm hat im Januar mit 48 Peer Educators, die an 27 verschiedenen Schulen unterrichten, angefangen. Obwohl ihre Aufwandsentschädigung aufgrund unserer Finanzen reduziert wurde, unterrichten sie mehr als 5000 Kinder. Wir sind dankbar für alle Spenden, die ihr/Sie für unser Projekt zur Verfügung gestellt haben und danken euch/Uhnen im Namen unserer Mitglieder sowie der Kinder und Patienten, die wir betreuen. Möge Gott euch /Sie segnen! Christel...

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Wir suchten Frieden…

Feb 14, 2019 in Tlamelang

Wir suchten Frieden…

… und fanden ihn! So lässt sich vielleicht die Erfahrung der 22 Teilnehmer der Jahresanfangsretreat der Tlamelang Gruppe, die von 03. bis 06. Januar 2019 stattfand, zusammenfassen. Dabei fing alles erstmal recht unfriedlich an. Denn am Neujahrsabend bekamen wir einen Telefonanruf, in dem uns mitgeteilt wurde, dass wir nicht wie geplant in das Haphororo Retreat Center kommen können, da der dortige Transformator ausgebrannt war und es so weder Wasser noch Strom geben würde. So machten wir uns mit Hilfe des Internets auf die Suche nach einem alternativen Heim – mit wenig Hoffnung, in so kurzer Zeit etwas Geeignetes zu finden. Aber mit Gottes Hilfe fand Christel H. das Magalies Retreat Center und es stellte sich heraus, dass es dort noch Platz für uns gab und dass ihre Gebühren für uns bezahlbar waren. So erreichten wir am 03.01. um die Mittagszeit das von den eindrucksvollen Magaliesbergen umgebene weitläufige Retreatcenter. Die Retreat stand unter dem Thema der Jahreslosung „Suchet den Frieden und jaget ihm nach“ (Psalm 34,15). Auf unserer Suche nach Frieden half uns die Meditation zu 1. Petrus 2, 4-10 und die Lectio Divina zu Philipper 4, 5-8, an die sich jeweils ein intensiver persönlicher Austausch in Gruppen anschloss. Ein besonders intensives Erlebnis war für viele die Wanderung, die uns auf die Kuppe eines nahegelegenen Berges führte und zu einer Erfahrung inneren Friedens wurde. Einheiten über Gender Based Violence und Stigma und Diskriminierung halfen uns, uns den Themen, die den Frieden in unserer Gesellschaft zerstören, zu stellen. Team Building Exercises und ein sehr lebendiger Abschlussgottesdienst am Sonntag stärkten auch den Frieden unter uns Mitgliedern, sodass wir wirklich im Frieden unsere Rückreise nach Hause antreten konnten. Wenige Tage später erreichte uns die Nachricht vom Tod von Ilse-Marie Hiestermann. Während Christel mit Benedict und Linda Hermann zu ihrer Beerdigung in Hermannsburg nach Deutschland flogen, hielten wir hier in unserem Tsibogang Centre in Mahikeng am Tag ihrer Beerdigung eine Gedenkfeier ab. Dazu waren etwa 30 Menschen gekommen, die sich an ihre Mitarbeit in der hiesigen Lutherischen Kirche und in Tsibogang Christian Action Group erinnerten. Durch die Reden von zwei ihrer ehemaligen Kollegen, einer Vertreterin der Meditationsgruppe, von Wolfgang Hermann und Undine Rauter sowie durch die Predigt von Pastor Jack Mogale trat uns ihr Leben hier in Südafrika noch einmal vor Augen. Ilse Marie hat von 1984 bis 2012 in Südafrika gelebt und dieser Zeit vier Kindergärten gegründet und geleitet. Im Jahr 2007 gründete sie mit drei Mitarbeitern den ersten Kindergarten von Tsibogang Christian Action Group, das Godisang Early Learning Center. Das war für unsere Organisation ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung unseres nunmehr größten Projekts, das den Waisenkindern und vernachlässigten Kindern gewidmet ist. Wir sind sehr dankbar für die Zeit, die Ilse-Marie mit uns hier in Südafrika gelebt und gearbeitet hat! Am 19.01. 2019 fand ein Workshop für alle Mitarbeiter in den After School Programs von Tsibogang Christian Action Group statt. Durch die großzügige Spende der Heidelberger Firma HMS ist es möglich geworden, in diesem Jahr nicht nur die etablierten After School Projekte weiterzuführen, sondern auch fünf neue bisher informelle Projekte weiterzuentwickeln. Diese neuen informellen After School Programs hatten im letzten Jahr ohne jegliche Bezahlung von Aufwandsentschädigung für die Mitarbeiter auf rein freiwilliger Basis unter sehr einfachen Bedingungen begonnen. In einem Fall fand das Programm im Freien unter einem großen Baum statt. Inzwischen...

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30 Jahre Welt-AIDS-Tag

Dez 19, 2018 in Tshepanang

30 Jahre Welt-AIDS-Tag

Jetzt ist die Zeit in Südafrika, wo sich die Kerzen biegen und man jeden Tag sehnsüchtig nach Regenwolken Ausschau hält. Schon wieder ist ein Jahr vergangen mit vielen Eindrücken und viel Arbeit und in Tsibogang mit großen Einschnitten. Am 1. Dezember haben wir die 30 Jahre Welt-AIDS -Tag gewürdigt und sind als Organisation zusammengekommen. Diesmal waren sehr viele Kinder dabei. Wir haben in diesem Jahr etliche Kindergruppen im Zuge unserer neuen Partnerschaft mit “Soul City” gegründet. Es wurde viel gesungen, es gab gum boots dance (das ist eine Tradition, die aus den Goldminen kommt – Männer tanzen mit Gummistiefeln!!!), ein Drama wurde aufgeführt von der Kinder-Selbsthilfegruppe. Bewegend waren die persönlichen Geschichten von einzelnen, die erzählten, wie sie ihren HIV Status annehmen konnten, sich dadurch ihre Gesundheit sich verbessert hat und ihre Lebensqualität gestiegen ist. Ein Höhepunkt des Tages war eine Darstellung, wie Tsibogang im Licht des nationalen Gesundheitsplans darsteht. Wolfgang Hermann zeigte an einigen Zielen dieses strategischen Plans auf, dass unsere Arbeit in Tshepanang (das ist das Projekt der jugendlichen Arbeitslosen, die in den Schulen unterrichten) damit gut übereinstimmt. Ein Ziel des nationalen Gesundheitsplans ist es, die Neuinfektionen in Südafrika deutlich zu reduzieren, und zwar durch Informationskampagnen an Schulen. In 2018 haben unsere 52 Peer Educators an 29 Schulen 5946 Schüler und Schülerinnen erreicht. „Was hat eine Mathetest mit HIV-Prävention zu tun?“ Das fragte Dr. Wolfgang Hermann in seinem Vortrag die Tsibogangmitglieder. Schnell und prompt kam die Antwort von einem Jugendlichen: „Wenn man gut in Mathe ist, hat man Selbstbewusstsein und braucht sich nicht unter Druck setzen zu lassen von Gleichaltrigen.“ In unserer Hausaufgaben-Hilfe wurden sowohl ein Mathematik-Test als auch ein HIV Test geschrieben. 121 Kinder, die 10 Jahre und älter sind, haben den Test geschrieben. Der Durchschnitt war 64 %, das beste Ergebnis in den letzten drei Jahren. Beim Mathetest verbesserten sich die 226 Kinder um 69,9 %. Das ist ein guter Ansporn für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir gehen auf das neue Jahr mit Hoffnung und ein wenig Bangen zu. Werden wir alle Programme weiterführen können? Wird genug Geld da sein, nachdem US-AIDS  bzw. die Südafrikanische Bischofskonferenz ausgestiegen ist? Wir haben uns gefreut über Spendenzusagen von etlichen Freunden und Freundinnen, Gemeinden und unseren Familienangehörigen für das kommende Jahr. Wir sind dankbar für alle Spenden, die wir bekommen haben. Die Menschen, den wir dienen, wissen, dass darin auch Gottes Güte und Großzügigkeit zum Ausdruck kommen. Die Losung von 2018 „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers“ und die Losung von 2019 „Suche Frieden und jage ihm nach!“ spannen einen schönen Bogen für die kommende Zeit. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern eine gesegnete Advents-und Weihnachtszeit und Gottes Segen für das Neue Jahr. Christel & Wolfgang...

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Workshop der Peer Educators

Nov 9, 2018 in Tshepanang

Workshop der Peer Educators

Von 03. bis 07. Oktober 2018 versammelten sich 46 Peer Educators unserer Aktionsgruppe Tshepanang in der schönen Guest Farm Kaya Inkalamo, die zwischen Mahikeng und Zeerust gelegen ist, zu ihrem alljährlichen Workshop. Die angeregten Gespräche, Vorträge und Unterrichtseinheiten kreisten um drei große Themen: Das war zunächst die geistliche Frage, warum Gott unser Gebet um neue Geldgeber für das Tshepanang Projekt bisher nicht beantwortet hat. Der Hauptgeldgeber für dieses Projekt war in den vergangenen zehn Jahren die Else Kroener Fresenius Stiftung, die uns mitgeteilt hat, dass sie uns im nächsten Jahr nicht weiter unterstützen kann. Die Antwort, die die Peer Educators in vielen Gesprächen, Bibelarbeiten und einem Gottesdienst auf diese Frage fanden, lässt sich vielleicht so zusammenfassen: Gott will uns prüfen und sehen, ob wir auch für deutlich weniger Geld unserem Auftrag treu bleiben, die Kinder und Jugendliche über das, was wertvoll ist im Leben und über Wege der HIV Prävention zu unterrichten. Er will sehen, ob das, was wir „predigen“ und was wir tun, übereinstimmt. Den Peer Educators wurde bewusst, dass sie sich darauf einstellen müssen, im nächsten Jahr nur noch für das Unterrichten an einer Schule eine Aufwandsentschädigung zu erhalten, wodurch ihr Einkommen um 700 Rand- etwa 44 Euro- (was ein Drittel des Gesamteinkommens ist) zurückgeht. Dennoch haben sich etliche bereit erklärt, unentgeltlich an einer zweiten Schule zu unterrichten. Das zweite große Thema war eine Auswertung der KAB (Knowledge- Attitudes and Behavior)-Studie, die wir im August in den Schulen, wo unsere Peer Eduators unterrichtet haben, durchgeführt haben. Die Tests über die Wissensfragen zu HIV haben insgesamt 4387 Schüler der Klassenstufen 6-10 in allen 29 Schulen geschrieben. Das Durchschnittsergebnis aller Schulen lag bei 78%, was eine Verbesserung um 11% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Der anonyme Fragebogen zu den Einstellungen zu HIV und zum Sexualverhalten wurde von 2118 Schülern aus 15 Schulen ausgefüllt. In den anderen Schulen hatten die Schulleitungen die Studie wegen der Brisanz der Fragen nicht gestattet. Das für uns erstaunlichste Ergebnis der Studie war, dass obwohl nur 15% der Schuler angaben, jemals sexuell aktiv gewesen zu sein, 48% Kondome als ihre bevorzugte Präventionsmethode für HIV Infektionen angaben. 39% gaben Abstinenz an und 13% „Be Faithful“. Bei der Altersgruppe 10-13 Jahre optierten 52% für Abstinenz, 10.4% für „Be Faithful“ und 37.6% für Kondome. Dieses Ergebnis zeigt, dass Abstinenz unter den Jugendlichen in Südafrika nicht populär ist. Selbst wenn sie abstinent sind, schämen sie sich, das zuzugeben. Dieser Trend ist bei Jungen, bei denen insgesamt nur 28.8 % Abstinenz als bevorzugte Präventionsmethode angaben, ausgeprägter als bei Mädchen, von denen 49 % für Abstinenz optierten. Wir haben auf dieses Ergebnis reagiert, in dem wir bei diesem Workshop unsere Präventionslektionen revidiert haben. Es bleibt eine Herausforderung, Abstinenz unter den Jugendlichen populärer zu machen. Neben der Revision der Lektionen zur Prävention war das dritte große Thema dieses Workshops, die Peer Educators mit neun neuen Unterrichtseinheiten , die sich mit Werten beschäftigen, bekanntzumachen. Grundlage dieser Eineheiten sind Geschichten aus einem neuen Buch von „Heartlines“ (eine christliche NGO, die Filme und Bücher über Werte herausgibt) mit dem Titel „Stories that talk II“. Einige dieser Lektionen wurden ihnen von den Mentoren vorgeführt, andere mussten sie sich in Gruppen selbst erarbeiten. In einer der Lektionen geht es um Fremdenfeindlichkeit, was auch in Südafrika ein heißes Thema ist. Bei der abschließenden Evaluierung äußerten sich die meisten Teilnehmer hochzufrieden...

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Ein gelungenes Montessori-Beispiel

Okt 1, 2018 in Godisang

Ein gelungenes Montessori-Beispiel

Kinder in der Montessori-Pädagogik zu beobachten, ist der Schlüssel, um zu verstehen, wo das Kind in seiner Entwicklung ist, und es ist auch ein wichtiges Werkzeug, um dem Kind zu helfen, vorwärts zu gehen. In diesem Blogbeitrag beschreibt Tidimalo Mokaila eine solche Beobachtungen. Tidimalo ist eine unserer Montessori Erzieherinnen und arbeitet in dem Rebaone/Lomanyane Kindergarten von Tsibogang. Sie schreibt über das Mädchen Thato, das seit zwei Jahren in unserer Vorschule ist. Gegen Ende des Jahres wird sie fünf Jahre alt und geht nächstes Jahr in die Vorschule. In den letzten Monaten hat sie große Schritte in ihrer Entwicklung gemacht.  Tidimalo schreibt dazu: Thato ist eifrig dabei zu lernen und macht alles mit großer Begeisterung.Sie beschäftigt sich besonders gern mit dem Sprachmaterial und Mathematik. Sie arbeitet gerne mit dem beweglichen Alphabet (das ist das Schlüsselmaterial, das verwendet wird, um den Kindern das Schreiben nahezubringen. Es enthält alle Buchstaben des Alphabets mehrmals, die Vokale sind in Blau, die Konsonanten sind in Rot). Thato schreibt und schreibt gerne Wörter neu, welche in einer kleinen Kiste daneben stehen z.B. .ntlo, was Haus in Tswana bedeutet. Sie nimmt die Buchstaben aus der Kiste, legt das Wort hin und schreibt es dann auf Papier. Sie kennt die Hälfte des Alphabets und kann ihren Namenohne Vorlage schreiben. In der Mathematik kennt sie die Zahlen bis dreizehn. Sie zählt und schreibt auch die Zahlen. Wenn sie arbeitet, ist sie total in ihre Arbeit vertieft, niemand kann sie stören. Wann immer ich sie frage, ob sie neues Material erforschen will, ist sie gespannt auf die Präsentationen. Thato ist ein gutes Beispiel für die Montessori-Methode, denn in den letzten drei Jahren konnten wir sehen, wie sie selbständig wurde und wie sie das Montessori-Material erforschte, um dorthin zu gelangen, wo sie jetzt ist. Tidimalo...

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Ein Workshop mit Hindernissen

Aug 12, 2018 in Tlamelang

Ein Workshop mit Hindernissen

Vom 2. Juli bis 6. Juli 2018 versammelten sich 29 Mitarbeiter unserer Action Group Tlamelang im St. Joseph’s Retreat Center in Mahikeng, um an dem jährlich stattfindenden Workshop ihrer Gruppe teilzunehmen. Angemeldet hatten sich eigentlich 32, aber drei Mitglieder mussten wegen einer schweren Grippe leider zu Hause bleiben. Es war eine der kältesten Wochen des Winters in Südafrika. Fast die ganze Woche über fiel der Strom aus, sodass wir die Halle nicht wie geplant mit Elektroheizkörpern erwärmen konnten. Wegen unserer Finanzknappheit konnten nur die Teilnehmer, die von außerhalb Mahikeng kamen, im Retreat Center übernachten. Die anderen mussten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt morgens von zu Hause aus entweder zu Fuss oder mit dem Taxi zum Center kommen. Aber es stellte sich heraus, dass sie noch besser dran waren. Denn infolge des Stromausfalls gab es im Retreat Center nicht mal Wasser, da dieses mittels elektrischer Pumpen in die Vorratsbehälter gepumpt wird. Die Teilnehmer ließen sich von all diesen Widernissen aber nicht abschrecken. In Mäntel und Decken gehüllt trotzten sie der Kälte und blieben bei allen Einheiten wach dabei. Der Hauptschwerpunkt des Workshops waren Lektionen, die unsere Mitarbeiter den Waisenkindern und vernachlässigten Kindern in den verschiedenen Formen von After School Programmen geben sollen. Diese wurden ihnen von den Mitgliedern des im letzten Jahr etablierten Teaching Teams auf sehr ansprechende Weise präsentiert. Die Lektionen nehmen vier große Herausforderungen in Südafrika auf: HIV Prävention (noch immer infizieren sich etwa 2000 Mädchen pro Woche), Rechte von Kindern (die in Südafrika häufig missachtet werden), Gewalt gegen Frauen (Gender Based Violence) sowie Stigmatisierung und Diskriminierung (von Menschen, die mit HIV oder Tuberkulose leben oder behindert sind). Ein zweiter Schwerpunkt war, die Teilnehmer bezüglich unserer Dauerbrenner Tuberkulose, HIV Infektionsbehandlung, Geschlechtskrankheiten und Familienplanung auf den neusten Stand zu bringen. Wie im letzten Jahr mussten sich alle Teilnehmer am Donnerstag einem Test über Tuberkulose und HIV unterziehen. Das Durchschnittsergebnis verbesserte sich dabei erneut gegenüber dem Vorjahr um 6.8% auf 75.8%. Dr. Wolfgang...

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Interview mit Kelebogile Ngobelanga

Jul 21, 2018 in Godisang

Interview mit Kelebogile Ngobelanga

Eine unserer Montessori-Erzieherinnen, Kelebogile Ngobelanga, hat im April ihr erstes Kind bekommen und ist zur Zeit auf Schwangerschaftsurlaub. Sie ist eine von den fünf Erzieherinnen, die von dem Montessori-Kurs in den letzten zwei Jahren profitiert haben. Die Fragen stellte Christel Hermann. Wie ist es für dich, jetzt Mutter zu sein? Was ist schön, was ist schwierig? Es ist wirklich aufregend und wunderbar, jeden Tag die eigene Tochter wachsen zu sehen. Was ich am meisten genieße, ist ihr Lächeln. Hart sind die schlaflosen Nächte. Du hast letztes Jahr dein Montessori-Diplom erworben. Wie beeinflusst dich das in deiner Einstellung zu den Kindern und ihrer Erziehung? Die Art der Montessori-Kindererziehung hat meine Einstellung zu Kindern völlig geändert. Sie ist so anders als das, was wir kennen und womit ich aufgewachsen bin. Ich habe gelernt, Kindern zu vertrauen, an den ‚inneren Lehrer‘, wie es Montessori nennt, zu glauben. Das zweite ist, Kindern Vorbild zu sein, in dem Verhalten, was ich von ihnen erwarte. Wenn ich nicht das selber tue, was ich bei den Kindern wünschenswert finde, darf ich mich nicht wundern, wenn sie anders handeln. Denkst du, dass die afrikanische Art der Kinderziehung und Montessori zusammenpassen oder sich vielleicht sogar ergänzenn können? Wie könnte das aussehen? Montessori und die afrikanische Art der Kinderziehung sind sehr weit auseinander, aber ich denke schon, dass es möglich ist, sie zusammenzubringen bzw. dass sie sich ergänzen. Aber ein solcher Schritt erfordert viel Information und Verhaltensänderung von Eltern, ErzieherInnen bis hin zum Erziehungsministerium. Als du deinen Schulabschluss gemacht hast, was wolltest du studieren? Welche Träume hattest du? Als ich meinen Schulabschluss fertig gemacht habe, hatte ich zwei Berufsrichtungen im Auge: Lehrerin oder Buchhalterin.Das Letzte hat mich noch mehr gereizt, die Vorstellung in einer Bank oder einer grossen Firma Finanzverwaltung zu machen. Aber es ist ja oft so, dass die eigenen Pläne anders verlaufen. Wie geht es dir damit, jetzt Montessori-Erzieherin zu sein? Ich bin sehr froh, die Möglichkeit gehabt zu haben, eine Ausbildung als Montessori-Erzieherin machen zu können.Diese Ausbildung erlaubt mir nicht nur, im Kindergarten mein Wissen und mein Können einzusetzen, sonders allgemein in meinem Leben profitiere ich davon, nicht zuletzt auch bei meinem eigenen Kind. Welche Zukunftspläne hast du? Gern würde ich weiterstudieren und später meinen eigenen Montessori-Kindergarten aufbauen. Dazu ist es wichtig, die Montessori-Methode immer besser zu lernen. Welche Montessori-Prinzipien findest schwer umzusetzen und warum? Montessori lehnt jede Form von äußerer Disziplin ab (wie Lob und Strafen). Sie betont, dass Kinder die innere Disziplin aufbauen und wir sie darin unterstützen. Das finde ich oft sehr schwierig, besonders bei Kindern, die Grenzen überschreiten. Ich bin dann in der Versuchung, sie mit einem Klapps oder dergleichen zu disziplinieren. Das andere, was ich nicht leicht finde, ist auf Augenhöhe der Kinder zu sein, besonders wenn sie das ausnutzen, frech werden etc. Welche Rolle spielen die Montessori-Kindergärten von Tsibogang? Was haben die Kinder davon, die unsere Kindergärten besuchen? Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Kindergärten eine grosse Bedeutung für unsere Kinder haben. Sie lernen durch das Montessori-Material Dinge, die andere Kinder in traditioneller Kindererziehung nicht lernen. Sie machen Erfahrungen, von denen sie ihr ganzes Leben profitieren...

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