Eine Woche außerhalb der Komfortzone: Tshepanang Workshop zum persönlichen Wachstum

nov„Das Leben beginnt am Ende deiner Komfortzone“ – Neale Donald Walsch

 Der Mangel an Komfort beschäftigte mich auf der Reise. Mit meinen langen Beinen eng in einem kleinen Auto und den abgenutzten Sitzen verursachte meinem Körper Schmerzen, ich konnte kaum an etwas Anderes denken. Das heißt, bis die Bergkette hinter dem glitzernden Hartebeersport Dam vor uns erschien. Ha Phororo: der Ort des Wasserfalls. Es war hier, wo wir die Bekanntschaft von Gott als unserem Freund machten.

Trevor Hudson Buch, Freundschaft mit Gott, war unser Leitfaden für die ganze Woche. Wir lasen täglich Teile daraus, von Bibellesungen ergänzt und Reflexionen über Freundschaft. In dem Buch geht es darum, dass Gott unser Freund sein will. Das war eine neue Perspektive für meine Beziehung zu Gott. Es war ein neues Bild von Gott, eines, was ich bisher nicht gekannt habe, und es forderte mich heraus. Aus den Beiträgen der anderen konnte ich schließen , dass es ihnen ähnlich ging.

In unseren jeweiligen Gruppen haben wir versucht, uns den provozierenden Fragen und Anregungen zu dem Thema zu stellen. Als wir alle versammelt waren, brachen z.T. heftige Diskussionen aus, und wir merkten, wie verschieden wir Dinge sahen. Vor allem, als es darum ging, wie in Tshepanang, dem Arbeitsplatz der andern, sich verwirklichen kann, was Gott mit jedem/jeder von uns will.

Dr. Hermann, der Leiter des Workshops, lenkte das Gespräch immer wieder auf die Frage, wie wir Hindernisse als Freunde Gottes überwinden. Das war neu für uns alle, von unserer Freundschaft mit Gott so direkt zu Hindernissen des täglichen Lebens zu kommen. In der Tat waren wir mit verschiedenen neuen Erfahrungen und Entdeckungen konfrontiert. Die Einführung in die Meditation und die Wanderung, die einen ganzen Tag ausfüllte, waren die Highlights. Ein anderer Höhepunkt des Workshops – so die Teilnehmerinnen – waren die Gespräche im Schlafsaal der Mädchen. Damit hatte ich nicht gerechnet.

In dieser Woche sind wir hinausgegangen über unsere Komfortzone, um Freundschaft mit Gott  besser zu verstehen. Wir haben viele neue Erkenntnisse über uns selbst gewonnen. Die neue Sicht auf unsere Beziehung zu Gott, die Konfrontation und die Herausforderung, Dinge , die uns völlig fremd waren, andern mitzuteilen und Ängste zu überwinden… Diese Erfahrungen teilten wir miteinander. Sie stimulierten unser persönliches Wachstum. Eines der wichtigsten Dinge, die ich in diesem Workshop gelernt habe, war dies: Es wird gesagt, dass Komfort Luxus ist, aber ich habe gemerkt, dass die Möglichkeit zu wachsen ein viel größerer Luxus ist.

Linda Karabo Hermann, Mafikeng

Eine Woche außerhalb der Komfortzone: Tshepanang Workshop zum persönlichen Wachstum