Praktikum bei Tsibogang

Dumelang ( das ist die Tswanabegruessung)! Wir sind Elisa und Laura und haben zur Zeit das Glück, als Praktikantinnen Teil des Projektes Godisang der Tsibogang Christian Action Group sein zu dürfen. Mittlerweile sind wir seit fast 3 Wochen hier in Mafikeng, South Africa und hatten seit unserer Ankunft bereit zahlreiche Gelegenheiten, in die afrikanische Kultur einzutauchen, sowohl religiös als auch kulinarisch und sozial.

Schon bei unserer erstenfeb3 Autofahrt fielen uns erste Charakterzüge Afrikas auf. Dazu gehören zum Beispiel die runden Maisfelder, freilaufende Tiere aller Art, der für deutsche Verhältnisse sehr chaotische Verkehr und die lebhaften Straßenstände, wo nicht nur Essen, sondern auch Klamotten, Alltagsgegenstände und sogar Tiere verkauft werden. All diese ersten Eindrücke wurden immer weiter ergänzt und entwickelten sich zu einem tieferen Verständnis des Landes. Überall, wo wir hinkamen, wurden wir mit offenen Armen empfangen, beispielsweise als Undine uns zu einem Basketballturnier der Mangoose mitnahm, wo wir sofort als neue Fancrew akzeptiert wurden, oder als wir das erste Mal in der Kirche nach vorne geholt und von der ganzen Gemeinde herzlich begrüßt wurden. Und dann natürlich im Kindergarten: große neugierige Kulleraugen begrüßten uns beide, Laura in Godisang und auch Elisa in Rebaone.

Obwohl wir als „Weiße“ zunächst ein außergewöhnlicher Anblick für die Kinder waren, sind sie uns sehr offen entgegen gekommen und es entstand schnell eine enge Beziehung zu ihnen. Schon am zweiten Tag fingen sie an, uns Mama zu nennen und es gab statt zurückhaltender Berührungen auch mal große Umarmungen und Knutscher. Die Kommunikation läuft trotz fehlender Tswanakenntnisse erstaunlich gut. Man verständigt sich eben mit Händen und Füßen, und mit wem geht das schon besser als mit Kindern? Einfache Redewendungen, wie „Tlaya“ (=come!), „bona“ (=schau!) oder „ke eeng“ (=was ist das?) helfen einem dabei und zur Not gibt es ja auch immer noch die anderen Erzieherinnen, zu denen mittlerweile eine sehr freundschaftliche Beziehung entstanden ist.

Durch ihre Hilfe war es einfacher, sich in den Kindergartenalltag, insbesondere in das Montessori-Konzept einzuarbeiten und unsere eigene Rolle zu finden. Es braucht nicht viel, um den Kindern ein Lächelnfeb2 ins Gesicht zu zaubern. So waren unsere mitgebrachten Seifenblasen und Luftballons das Highlight der Woche und auch Musik, die ja bekanntliche da anfängt, wo die Sprache ihre Grenzen hat, macht die Kinder sehr glücklich und sie freuen sich, wenn wir ihnen Lieder wie Aramsamsam beibringen. Nachmittags kommen dann die After-School-Kids, mit denen wir dann auch Englisch sprechen können. Neben Hausaufgabenbetreuung steht dann Bible story, child protection und Aids-Vorsorge oder Aktivitäten wie Sport, Malen oder Lesen auf dem Plan. Im Austausch dafür ist es ihnen eine Freude, uns Tswana oder traditionelle Lieder und Taenze beizubringen.

Ja, wir haben wahrhaftig eine tolle Zeit hier. Es ist kaum zu glauben, dass die Hälfte der Zeit schon fast um ist und obwohl es bereits so einige spannende Ereignisse, wie eine Schlangen-Begegnung im Haus oder eine Safari Tour im Mafikeng Game Reserve gab, freuen wir uns auf noch weitere Abenteuer.

Bis dahin, sala sentle!
Laura & Elisa

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